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Absolut sehenswert – ein Beitrag zum Jacaranda-Baum

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-128167.html  

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Purple Rain – Johannesburg trägt LILA

Der Frühling ist natürlich überall etwas Schönes. Aber in Johannesburg blühen ab Oktober/November jedes Jahr die Jacaranda-Bäume und sorgen in dieser Zeit für ein ganz besondere Stadtbild. Der Baum ist hier nicht heimisch, dennoch wurde er bereits vor langer Zeit vermehrt angepflanzt. Ganze Alleen ziehen sich durch die verschiedensten Stadtteile und jeden Tag hat man das Gefühl, dass die Farbe noch intensiver geworden ist. Und gleichzeitig ärgere ich mich jedes Mal, dass ich meine Kamera nicht dabei habe und mein Handy herhalten muss.
Einige unserer Besucher hatten in diesem Jahr das Glück, dass sie die Bäume in ihrer Pracht sehen konnten.
Die Details zu diesem Baum erspare ich euch an dieser Stelle, aber ein paar Eindrücke wollte ich euch schon vermitteln.
Es regnet lila Blüten

Es regnet lila Blüten

Eine Allee in Parkview

Eine Allee in Parkview

Eine Allee in Parkview

Eine Allee in Parkview

Der Blick auf CBD

Der Blick auf CBD

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Wir haben etwas aufzuholen – Unser Urlaub in Deutschland

Im August haben Leo, Lotta und ich knapp 4 Wochen in Deutschland verbracht. Christian war die erste Woche mit dabei, ist dann nach Hause in Johannesburg geflogen und Anfang September zu einem Training wieder gekommen. So musste ich nicht alleine mit den Kindern fliegen. (Das wäre sowohl für meine Nerven, als auch für die der Mitreisenden nicht ganz so gut gewesen).
Wir haben die Zeit in der alten Heimat sehr genossen. Zunächst waren wir eine Woche bei Christians Eltern in Nidderau und haben uns gefreut einige Familienmitglieder aus Bayern und Freunde aus Frankfurt zu treffen. In Düsseldorf haben wir dann die restliche Zeit verbracht und auch hier einiges unternommen und viele Freunde getroffen.
Am 22. August wurde Lotta in der St. Agnes Kirche in Angermund getauft. Hier haben wir bereits geheiratet und Leo taufen lassen. Doch an diesem Samstag wurden wir zum ersten Mal mit strahlendem Sonnenschein und besten Temperaturen verwöhnt. Das leckere Buffet unseres Italieners aus Stockum hat den Tag kulinarisch abgerundet. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Patentanten Johanna und Isabel, die sich trotz der Distanz dafür entschieden haben, unsere kleine Lotta durchs Leben zu begleiten.
Lotta wartet auf das erfrischende Wasser...

Lotta wartet auf das erfrischende Wasser…

...und kann nicht genug davon bekommen.

…und kann nicht genug davon bekommen.

Und der grosse Bruder darf die Taufkerze halten.

Und der grosse Bruder darf die Taufkerze halten.

Familie Lindfeld vor der Kirche

Familie Lindfeld vor der Kirche

Die Kinder genossen sowohl in Nidderau, als auch in Düsseldorf, das rundum sorglos Verwöhnprogramm inkl. Schuppen ein- und ausräumen, sowie Gartenarbeit mit Opa Georg, Rad- und Zugfahren mit Opa Hermann, kleine Naschereien von Oma Margitta und Oma Angelika und vieles mehr. Leo erzählt heute noch von einigen Highlights.
Zum Glück musste Leo nicht lange auf einen Besuch seiner Freundin Emilia und seiner Cousinen Laura und Julia in Johannesburg warten. Dazu später mehr…
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Lottas kriminelle Vergangenheit

Erst gestern habe ich eine Situation im Supermarkt mitbekommen. Eine ältere Dame spricht zwei Kinder an: “Ich dachte ihr seid im Urlaub. Was macht ihr hier?” Die Antwort des Jungen (sichtlich genervt): “Das Visum meiner Schwester ist abgelaufen. Wir können nicht weg!” In einer anderen Situation wurde der 12-jährigen Tochter einer Familie die Einreise am Flughafen verwehrt, da ihr Visum abgelaufen war. Die Tochter musste 3 (!!!) Monate bei ihren Großeltern in den USA warten bis sie wieder einreisen durfte.

Geschichten dieser Art gibt es zwar nicht erst seit Kurzem, kommen aber nun immer häufiger vor. Der Grund ist, dass sich seit dem 1. Juni 2015 die Einreisebestimmung für Südafrika geändert haben. Aber auch das Reisen mit Kindern innerhalb des Landes erfordert diverse Dokumente, z.B. muss man nicht nur ein Ausweisdokument für das Kind mit sich führen, sondern auch eine Geburtsurkunde, die beide Elternpaare ausweist („unabridged birth certificate“). Bisher wurde hier hauptsächlich eine “abridged” Version der Urkunde ausgestellt, die meistens lediglich den Vater des Kindes enthielt. Zum Glück wurde für Lotta im Krankenhaus sofort das richtige Dokument ausgestellt. Dennoch war Lotta bis gestern quasi illegal im Land, da sie kein Visum besass. Hätten wir mit Lotta aus irgendeinem Grund das Land verlassen müssen, hätte sie für mindestens ein Jahr nicht wieder einreisen dürfen. Und einen Notfallservice, der ein vorläufiges Visum erstellen kann oder ähnliches gibt es hier einfach nicht. Den Pass haben wir nun schon seit einigen Wochen. Das ganze wäre sogar schneller gegangen, wenn ich damit gerechnet hätte, dass die deutsche Botschaft hier nicht nur an den südafrikanischen sondern auch an den deutschen Feiertagen geschlossen hat. Margitta und ich standen quasi vor verschlossener Tür. Das Visum stellte sich als etwas schwieriger heraus. Zunächst einmal ist die Behörde, die dafür zuständig ist, Home Affairs, wohl kein besonders schöner Ort, den man mit einem Neugeborenen definitiv meiden sollte. Die KPMG hat uns daher einen Termin bei einer Agentur gemacht, die das Visum für uns beantragen sollte. Die dazugehörigen Papiere wurden ebenfalls zusammen mit KPMG ausgestellt. Als wir dann bei der Agentur ankamen, hiess es, wir hätten die falschen Papiere dabei. Nach einem ewigen Hin- und Her mit KPMG, wurden weitere Papiere geschickt und unterschrieben. Hier hatten wir Glück. Normalerweise ist das Pech und du darfst auf einen nächsten Termin hoffen und warten.

Allerdings rief uns schon einen Tag später eine aufgebrachte Mitarbeiterin von KPMG an, dass die Papiere nun falsch seien, die wir eingereicht hatten. Also wieder warten… Der Antrag lag mittlerweile bei der Behörde. Auskunft geben konnte uns da nicht wirklich jemand. Zum Glück aber erhielten wir dann vor 2 Wochen die Nachricht, dass es wohl doch die richtigen Papiere gewesen sind und seit gestern haben wir nun endlich Lottas Visum.

Bei dem Foto bekommt man natürlich gleich den Eindruck es mit einer Kriminellen zu tun zu haben ;-)

Bei dem Foto bekommt man natürlich gleich den Eindruck es mit einer Kriminellen zu tun zu haben 😉

Jetzt könnte man sagen, warum denn die Panik… Alles halb so wild. Naja, seit dem 1. Juni haben sich nicht nur die Bestimmungen geändert, sondern auch die Kontrollen entsprechend erhöht. Gerade auf den Autobahnen wird man ständig angehalten. Wenn man nicht alle Papiere dabei hat, kann man sich evtl. mit einer kleinen Spende an den Polizisten aus der Sache herausziehen, aber bei fehlenden Papieren bei Kindern, werden da wohl wenig Ausnahmen gemacht und man hat ordentlich Ärger an der Backe. Dabei sind die neuen Regelungen für EU-Bürger noch harmlos. Viel schlimmer ist es für z.B. Asiaten, die jetzt Südafrika als Reiseland schon meiden. Eine Freundin, die ein B&B betreibt, erzählt schon davon, dass viele B&Bs in Johannesburg wenige Gäste haben und viele Absagen bekommen haben. Mehr als schade für dieses Land!

Um eine Enttäuschung am Flughafen zu vermeiden, sollten daher alle unsere Besucher daran denken für Kinder bis 18 Jahre eine Übersetzung der deutschen Geburtsurkunde mit sich zu führen. Weitere Informationen gibt es beim Auswärtigen Amt.

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Der mit dem Löwen brüllt oder mit Besuch in der Ukutula Lodge

Ukutula bedeutet eigentlich „Ort der Stille“, doch bei Sonnenauf- und -untergang kann man an diesem Ort nicht von Stille sprechen. Denn während man abends am Lagerfeuer auf der Terasse seinen Sundowner trinkt zerreisst das Gebrüll der zahlreichen Löwen die Stille. Lediglich unser kleiner zahmer Hauslöwe Leo liegt schlafend, erschöpft vom ereignisreichen Tag im Bett. 😄
Am vorletzten Wochenende haben wir uns mit neuem Besuch auf den Weg in die Ukutula Lodge gemacht. Wir wollten Oma Margitta, Opa Georg und Tante Kathrin während ihres 2 1/2-wöchigen Aufenthalts einen Eindruck vom südafrikanischen Busch vermitteln. Ukutula, ein kleines privates Tierreservat, ist lediglich 1,5 Stunden von Johannesburg entfernt. Untergebracht ist man in kleinen Reetdach-Hütten, die jeweils für 2-6 Personen ausgestattet sind. Man hat seine eigene Terrasse und Feuerstelle. Für Erfrischung sorgen 2 Pools und eine Bar. Je nach dem, was man bevorzugt.
Die Unterkünfte der Ukutula-Lodge

Die Unterkünfte der Ukutula-Lodge

Im Reservat findet man Giraffen, Zebras, Gazellen und einiges mehr. (Ukutula ist kein Big5-Game Reserve.) Die Löwen, Geparden und Tiger allerdings leben im separaten Lion Research Center. Dort befinden sich in großen Gehegen Raubkatzen unterschiedlichen Alters. 2 Mal täglich kann man sich durch die Gehege führen und sich einiges über die Tiere erklären lassen. Zusätzlich darf man die Babylöwen und -tiger besuchen und mit diesen spielen. Es werden Touren mit dem Safari-Auto und geführte Busch-Spaziergänge angeboten. Das Highlight ist ein Busch-Spaziergang mit den „jugendlichen“ Löwen. Hier geht man mit einigen, in meinem Fall 5, Löwen in den Busch. Betreut wird das ganze natürlich durch 2 Ranger, die aufpassen, dass die Löwen keinen Quatsch machen. Jeder Gast bekommt einen Holzstock, mit dem er sich notfalls Abstand zu den Tieren verschaffen kann. Sollte es ganz schlimm kommen, kann man ihn wohl auch als Waffe benutzen, zumindest sollte man es noch probieren, wenn man die Chance bekommt. Während des Spaziergangs sieht man die Löwen in ihrer natürlichen Umgebung, und mit etwas Glück, wie in unserem Fall, auch beim Jagen. Man muss aber schon aufpassen, wo sich die Löwen befinden. Denn ansonsten erschrecken sie einen sehr, wenn sie plötzlich hinter einem Busch hervor gesprungen kommen.
Oma und Opa im Safari-Auto

Oma und Opa im Safari-Auto

Leo ganz mutig

Leo ganz mutig

Tante Kathrin auf Kuschelkurs

Tante Kathrin auf Kuschelkurs

Auch Lotta darf etwas näher ran

und auch Lotta darf etwas näher ran

Beim Spaziergang

Beim Spaziergang

Wir haben die Tage sehr genossen und uns entspannt. Die kleinen Löwen- und Tigerbabies haben wir natürlich entsprechen häufig besucht. Allerdings sind auch die Kleinen nicht ganz ohne. Wir haben einige blaue Flecke mit nach Hause gebracht und auch unsere Schuhe haben teilweise Bissspuren erlitten. Von Leo hätten wir eigentlich erwartet, dass er sich auf die Löwenbabies stürzt als wären es Hunde. Aber er begegnete Ihnen doch mit Respekt. Zum Glück, denn die Kleinen stürzten sich immer gleich auf Leo, da sie ihn als gleichwertigen Spielpartner wahrnahmen.
Oma Margitta: „Bei unserem zweiten Besuch in Joburg ging es am 1. Mai gleich mit einem Ausflug los. Unsere vier Afrikaner, Oma, Opa und Tante Kathrin machten sich auf den Weg zur Ukutula Lodge. Nach 109 km und davon 3 km auf unbefestigter, holpriger Straße (Leo und Lotta wurden ordentlich durchgeschüttelt, was ihnen aber sehr gut gefallen hat) erreichten wir unser Ziel, ein Ort von außerordentlicher Ruhe und Natur pur. Wir wohnten in einer für Afrika typischer Lodge mit überdachter Terrasse, die Wohn- und Schlafräume reichten bis unter das reetgedeckte Dach. Sehr urig und gemütlich. Einfach zum Wohlfühlen. Das riesige Areal bot viel Platz zum Spielen und Toben für Leo und Lotta bekam viel frische Luft. Leo hatte viel Spass an den kleinen Löwen- und Tigerbabies, die er sogar streicheln durfte. Die mutige Vera machte am Sonntag sogar den Buschwalk mit „echten“ Löwen. Abends erwarteten uns saftige Steaks mit Gemüse „African Style“ im Restaurant. Uns hat es wirklich sehr sehr gut gefallen und würden uns dort jederzeit wieder einquartieren.“
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Turbulente Zeiten und Besuch in Johannesburg

Da Lotta nun etwas früh dran war, kamen Oma Angelika und Opa Hermann ein paar Tage zu spät. Der Vorteil war natürlich, dass wir nicht mehr im Krankenhaus waren und somit die gesamte Zeit miteinander “daheim” verbringen konnten.
Allerdings will man auch nicht den ganzen Tag in der Bude hocken. Also haben wir einiges unternommen. Neben den ganzen Aktivitäten von denen wir bereits berichtet hatten (Zoo, Stadtrundfahrt, Bryanston Markt, Soweto, Lion and Rhino Park etc.) waren wir z.B. im Montecasino Bird Garden in Fourways. Ein sehr schöner “kleiner” Vogelpark, der sehr schön angelegt, ordentlich und sauber ist. Man kann Vögel füttern oder sich mit Papageien “unterhalten”. Gerade für kleine Kinder super, da er nicht zu groß ist. Auch den botanischen Garten haben wir mehrfach besucht, eine sehr große Parkanlage, die am Emmarentia-Damm liegt. Mit einem botanischen Garten in Deutschland kann man ihn nicht unbedingt vergleichen, aber zum Spazieren und Picknicken ist es ein sehr schöner Ort. Am See kann man auch schön sitzen und diverse Enten und Gänse füttern.
Opa und Leo auf Minisafari

Opa und Leo auf Minisafari

Leo mit einem nicht so hübschen Exemplar

Leo mit einem nicht so hübschen Exemplar

Leo mit etwas langsamen Exemplaren

Leo mit etwas langsamen Exemplaren

Zudem waren Oma Angelika und Hermann im Rahmen der Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus im Apartheid Museum und auf dem Carlton Center. Vom Carlton Center im CBD hat man eine super Aussicht über die Stadt. Wie in vielen Großstädten ist es auch hier toll die Stadt in ihrer Weite von oben zu sehen. Für das Apartheidsmuseum muss man sich etwa 2 Stunden Zeit nehmen. Dafür wird man sehr umfangreich und interessant gestaltet über diese Zeit informiert.
Jozi vom Carlton Center

Jozi vom Carlton Center

Zum Ende des Aufenthalts wurde dann zunächst Leo krank und einige Tage später dann auch Lotta. Leider musste Vera mit Lotta am Karfreitag in die Notaufnahme ins Morningside-Krankenhaus. Unsere eigentliche Kinderärztin aus dem Krankenhaus, wo Lotta geboren wurde, war leider im Urlaub. Nach einigen Stunden in der Notaufnahme und einer Fehldiagnose, kam zum Glück schließlich eine Sanitäterin, die Lotta’s Lungenentzündung erkannte und sie im Krankenwagen in “unser” Krankenhaus fuhr. Dort angekommen kümmerte sich der Vertretungsarzt unserer Kinderärztin um Lotta. Die genaue Diagnose war RSV. Leider mussten wir daher eine Woche bleiben. Aber schon nach wenigen Tagen kam eine andere Mütter aus Leo’s Playschool mit ihrem kranken Baby. Da war dann auch klar, woher wir den Virus hatten. Lotta hat sich aber recht schnell erholt. Dennoch entschied sich Oma Angelika dazu, sich gleich noch einmal in den Flieger zu setzen und uns daheim zu helfen. So konnte Oma Johannesburg noch etwas mehr entdecken und sich zudem mit einem Vorrat an typisch südafrikanischen ShweShwe Stoffen eindecken.
Oma mit Leo im Johannesburger Zoo

Oma mit Leo im Johannesburger Zoo