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Unser Urlaub am Western Cape – Hermanus (Tag 1-3)

Abgesehen von den Safaris in Pilanesberg und Mabula haben wir bisher eigentlich keinen richtigen Urlaub in Südafrika gemacht. Erst der Umzug mit all seinen Reparaturen, Verzögerungen etc., dann die Schwangerschaft, Lottas Geburt und dann ihre Lungenentzündung…

Für den kommenden Dezember hatten wir bereits Urlaub geplant (in diesem Jahr wollen wir Weihnachten in Südafrika verbringen), aber Christian hatte noch etwas Resturlaub, weshalb wir uns spontan entschlossen nach Kapstadt zu fliegen.

Zwischen Juni und November befinden sich die Glattwale in der Bucht von Hermanus um ihre Kälber zu bekommen, weshalb wir auch unbedingt dorthin wollten. Die ersten zwei Nächte haben wir daher in der Nähe von Hermanus in einem netten B&B verbracht. Der Ortskern Hermanus hat keine Strände sondern nur steile Küste, weshalb wir mit den Kindern lieber nach Onrus gefahren sind. Die Unterkunft Kennedy’s Beach Villa ist direkt an einer Lagune gelegen, die ins Meer führt und ist demnach auch ganz nah am Strand. Lotta hat es sehr genossen am Ankunftstag ihre ersten Hände voll Sand zu Essen und Leo hat sich gleich in voller Montur in die Lagune gestürzt. Die Unterkunft war toll, aber auch speziell. Ein großer Raum mit eine großen Bett, einer Sitzecke, einem riesigen Esstisch, einer weiteren Sitzecke vor einem riesigen Kamin und einem Billardtisch. Eine Küche war über einen kleinen Treppenabgang zu erreichen. Alles war holzvertäfelt. Dunkle Ledermöbel, Riesen Kerzenleuchter, große Metallstatuen… Vorm Eingang hatte man eine kleine Terasse mit Blick aufs Meer. Durch einen kleinen Wald könnte man bergab zur Lagune laufen. Im Wäldchen gab es einen Grillplatz, eine Hängematte, eine Badewanne mit heißem Wasser, einen Brunnen und diverse Sitzgelegenheiten. An der Lagune angekommen, gab es weitere Sitzgelegenheiten und Sonnenliegen. Eine tolle Unterkunft, die allerdings eher auf Paare ausgerichtet ist als auf Familien.

Lotta genießt die Zeit am Strand - inklusive Kostprobe

Lotta genießt die Zeit am Strand – inklusive Kostprobe

Leo hat einen Platz mit Blick auf Lagune und Strand ergattert

Leo hat einen Platz mit Blick auf Lagune und Strand ergattert

Am Morgen des 2. Tages haben wir von der Terasse unserer Unterkunft direkt den ersten Wal in der Ferne gesehen. Also haben wir uns gleich auf den Weg nach Hermanus gemacht und uns am alten Hafen auf die Lauer gelegt. Wir mussten nicht lange warten und schon sah man die ersten Wale nicht weit vom Ufer direkt in der Bucht liegen. Nachdem sie eine Weile recht langweilig langsam hin und her schwammen, bot uns schließlich ein Wal eine spektakuläre Show in dem er immer wieder aus dem Wasser sprang. Ein tolles Erlebnis und auch Leo war total begeistert.

Nicht weit vom Ufer springt der Wal immer wieder aus dem Wasser

Nicht weit vom Ufer springt der Wal immer wieder aus dem Wasser

Nach einem sehr leckeren Lunch mit viel Fisch und Meeresfrüchten haben wir uns dann auf den Rückweg zu unserer Unterkunft gemacht. Im Wäldchen unserer Unterkunft genossen Christian und ich erstmal eine Massage bevor wir wieder mit den Kleinen an den Strand gegangen sind. Wieder in der Unterkunft angekommen, wartete eine kleine Landschildkröte auf Leo, die auch gleich versuchte vor ihm zu flüchten…

Für den nächsten Morgen hatten wir eine Bootstour (Southern Right Charter) gebucht. Leo und Lotta wurden vorab mit einem Sirup gegen Seekrankheit versorgt, der die Kleinen gleich ausgeknockt hat. Sogar Leo hat über eine Stunde auf dem Boot geschlafen. Das war auch gut so, denn er wollte sich gar nicht mit seiner Rettungsweste anfreunden. Zunächst haben wir kaum Wale gesehen, aber dafür Pinguine und viele Seevögel. Erst als wir schon auf dem Rückweg waren zeigten sich die Riesen in größerer Zahl. Hinzu kamen noch einige Delfine. Da Leo zu diesem Zeitpunkt wieder wach war, konnte er den Anblick auch genießen. Eine wirklich tolle Erfahrung. (Wer allerdings einen empfindlichen Magen hat, sollte auf die Bootstour verzichten. Etwa 25% der Gäste an Bord mussten sich übergeben. Da das aber wohl normal ist, befand sich eine Putzkolonne an Bord).

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Die Riesen ganz nah – hier eine Mutter mit ihrem Kalb

Eine Gruppe Delfine gesellt sich zu den Walen

Eine Gruppe Delfine gesellt sich zu den Walen

Über Mittag sind wir schließlich am Meer entlang nach Kapstaft gefahren. Eine tolle Strecke mit schöner Natur, toller Aussicht und Pinguinen, wenn man einen kleinen Abstecher zum Strand macht. Am Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft in Camps Bay.

Eine Pinguin-Kolonie in der Nähe von Kleinmond

Eine Pinguin-Kolonie in der Nähe von Kleinmond

Fortsetzung folgt…
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Besuch in Johannesburg – Familie Pleines, Familie Bodzian und Renate und Josef wagen die Reise nach Südafrika

Im September und Oktober konnten wir uns bisher über mangelnden Besuch nicht beklagen. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir sowohl Freunden als auch Familie einen Eindruck von Johannesburg vermitteln konnten. Aber nicht nur das. Sowohl mit Christian, Isabel und Emilia als auch mit Karin, Klaus, Laura und Julia haben wir uns in den Busch gewagt und einen Ausflug ins Mabula Private Game Reserve gemacht. Mabula ist etwa 2,5 Stunden von Johannesburg entfernt und ein malariafreies Reservat. Obwohl es “nur” 12.000 Hektar gross ist, gibt es hier 8 Elefanten, 3 Geparden plus Junge, 15 Nashörner, knapp 20 Hippos und vieles mehr. Wir hatten hier eine Unterkunft mit eigenem Safari-Auto und eigenem Ranger. Das war mit den kleinen Kindern natürlich ein riesen Vorteil. Und alle Kinder hatten einen riesen Spass (trotz des frühen Aufstehens). Das wohl beste Adlerauge hat Julia gehabt, die auf einer Safariausfahrt einen Geparden entdeckte, der sich auch gleich auf die Jagd nach einem Kudu gemacht hat (da er es im Gebüsch erlegt hat, blieb uns dieser Anblick erspart 😦 ). Natürlich haben wir sehr viele Tiere gesehen und einige haben uns auch an der Lodge direkt besucht. Man musste also immer aufpassen, dass man nicht auf dem Weg zum Pool über einen Pumba stolperte.
Familie Bodzian hatte in den 2 Wochen volles Programm. Neben der 3-tägigen Safari haben sie eigentlich jeden Tag etwas unternommen und sehr viel gesehen. Ein weiteres Highlight der Reise war z.B. der Besuch der Wiege der Menschheit. Hier war gerade die Ausstellung des erst kürzlich gefundenen Homo Naledi. Dieser befindet sich jetzt bereits wieder in der Universität zu Forschungszwecken. Ein toller Zufall also.
Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich das Baby-Löwen-Streicheln im Löwenpark und das Ausbrechen der Löffelhunde ins Gepardengehege. Man denkt ja, der Gepard hätte hier leichtes Spiel, aber die Geparden wurden zunächst in die Flucht geschlagen. Die eher gemütlichen Ranger des Parks habe ich noch nie so in Aktion gesehen. Mit Stöcken und Gürteln haben sie versucht, die Tiere voneinander fern zu halten, was ihnen nach einiger Zeit auch geglückt ist.

Mit Familie Pleines im Mabula Game Reserve

Mit Familie Pleines im Mabula Game Reserve

Frühstückspause mit Familie Bodzian

Frühstückspause mit Familie Bodzian

Renate und Josef haben die Station Johannesburg als ruhigen Einstieg in ihre 3-wöchige Rundreise genutzt und uns für ein Wochenende besucht, bevor sie sich auf den Weg zu ihrer Studiosus-Reisegruppe gemacht haben. Während wir hier in Johannesburg Mäkte und Restaurants besucht haben, werden die beiden sicherlich viele, viele aufregende Momente in der Wildnis, auf der Gardenroute und in den Drakensbergen erleben.