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Der mit dem Löwen brüllt oder mit Besuch in der Ukutula Lodge

Ukutula bedeutet eigentlich „Ort der Stille“, doch bei Sonnenauf- und -untergang kann man an diesem Ort nicht von Stille sprechen. Denn während man abends am Lagerfeuer auf der Terasse seinen Sundowner trinkt zerreisst das Gebrüll der zahlreichen Löwen die Stille. Lediglich unser kleiner zahmer Hauslöwe Leo liegt schlafend, erschöpft vom ereignisreichen Tag im Bett. 😄
Am vorletzten Wochenende haben wir uns mit neuem Besuch auf den Weg in die Ukutula Lodge gemacht. Wir wollten Oma Margitta, Opa Georg und Tante Kathrin während ihres 2 1/2-wöchigen Aufenthalts einen Eindruck vom südafrikanischen Busch vermitteln. Ukutula, ein kleines privates Tierreservat, ist lediglich 1,5 Stunden von Johannesburg entfernt. Untergebracht ist man in kleinen Reetdach-Hütten, die jeweils für 2-6 Personen ausgestattet sind. Man hat seine eigene Terrasse und Feuerstelle. Für Erfrischung sorgen 2 Pools und eine Bar. Je nach dem, was man bevorzugt.
Die Unterkünfte der Ukutula-Lodge

Die Unterkünfte der Ukutula-Lodge

Im Reservat findet man Giraffen, Zebras, Gazellen und einiges mehr. (Ukutula ist kein Big5-Game Reserve.) Die Löwen, Geparden und Tiger allerdings leben im separaten Lion Research Center. Dort befinden sich in großen Gehegen Raubkatzen unterschiedlichen Alters. 2 Mal täglich kann man sich durch die Gehege führen und sich einiges über die Tiere erklären lassen. Zusätzlich darf man die Babylöwen und -tiger besuchen und mit diesen spielen. Es werden Touren mit dem Safari-Auto und geführte Busch-Spaziergänge angeboten. Das Highlight ist ein Busch-Spaziergang mit den „jugendlichen“ Löwen. Hier geht man mit einigen, in meinem Fall 5, Löwen in den Busch. Betreut wird das ganze natürlich durch 2 Ranger, die aufpassen, dass die Löwen keinen Quatsch machen. Jeder Gast bekommt einen Holzstock, mit dem er sich notfalls Abstand zu den Tieren verschaffen kann. Sollte es ganz schlimm kommen, kann man ihn wohl auch als Waffe benutzen, zumindest sollte man es noch probieren, wenn man die Chance bekommt. Während des Spaziergangs sieht man die Löwen in ihrer natürlichen Umgebung, und mit etwas Glück, wie in unserem Fall, auch beim Jagen. Man muss aber schon aufpassen, wo sich die Löwen befinden. Denn ansonsten erschrecken sie einen sehr, wenn sie plötzlich hinter einem Busch hervor gesprungen kommen.
Oma und Opa im Safari-Auto

Oma und Opa im Safari-Auto

Leo ganz mutig

Leo ganz mutig

Tante Kathrin auf Kuschelkurs

Tante Kathrin auf Kuschelkurs

Auch Lotta darf etwas näher ran

und auch Lotta darf etwas näher ran

Beim Spaziergang

Beim Spaziergang

Wir haben die Tage sehr genossen und uns entspannt. Die kleinen Löwen- und Tigerbabies haben wir natürlich entsprechen häufig besucht. Allerdings sind auch die Kleinen nicht ganz ohne. Wir haben einige blaue Flecke mit nach Hause gebracht und auch unsere Schuhe haben teilweise Bissspuren erlitten. Von Leo hätten wir eigentlich erwartet, dass er sich auf die Löwenbabies stürzt als wären es Hunde. Aber er begegnete Ihnen doch mit Respekt. Zum Glück, denn die Kleinen stürzten sich immer gleich auf Leo, da sie ihn als gleichwertigen Spielpartner wahrnahmen.
Oma Margitta: „Bei unserem zweiten Besuch in Joburg ging es am 1. Mai gleich mit einem Ausflug los. Unsere vier Afrikaner, Oma, Opa und Tante Kathrin machten sich auf den Weg zur Ukutula Lodge. Nach 109 km und davon 3 km auf unbefestigter, holpriger Straße (Leo und Lotta wurden ordentlich durchgeschüttelt, was ihnen aber sehr gut gefallen hat) erreichten wir unser Ziel, ein Ort von außerordentlicher Ruhe und Natur pur. Wir wohnten in einer für Afrika typischer Lodge mit überdachter Terrasse, die Wohn- und Schlafräume reichten bis unter das reetgedeckte Dach. Sehr urig und gemütlich. Einfach zum Wohlfühlen. Das riesige Areal bot viel Platz zum Spielen und Toben für Leo und Lotta bekam viel frische Luft. Leo hatte viel Spass an den kleinen Löwen- und Tigerbabies, die er sogar streicheln durfte. Die mutige Vera machte am Sonntag sogar den Buschwalk mit „echten“ Löwen. Abends erwarteten uns saftige Steaks mit Gemüse „African Style“ im Restaurant. Uns hat es wirklich sehr sehr gut gefallen und würden uns dort jederzeit wieder einquartieren.“
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Turbulente Zeiten und Besuch in Johannesburg

Da Lotta nun etwas früh dran war, kamen Oma Angelika und Opa Hermann ein paar Tage zu spät. Der Vorteil war natürlich, dass wir nicht mehr im Krankenhaus waren und somit die gesamte Zeit miteinander “daheim” verbringen konnten.
Allerdings will man auch nicht den ganzen Tag in der Bude hocken. Also haben wir einiges unternommen. Neben den ganzen Aktivitäten von denen wir bereits berichtet hatten (Zoo, Stadtrundfahrt, Bryanston Markt, Soweto, Lion and Rhino Park etc.) waren wir z.B. im Montecasino Bird Garden in Fourways. Ein sehr schöner “kleiner” Vogelpark, der sehr schön angelegt, ordentlich und sauber ist. Man kann Vögel füttern oder sich mit Papageien “unterhalten”. Gerade für kleine Kinder super, da er nicht zu groß ist. Auch den botanischen Garten haben wir mehrfach besucht, eine sehr große Parkanlage, die am Emmarentia-Damm liegt. Mit einem botanischen Garten in Deutschland kann man ihn nicht unbedingt vergleichen, aber zum Spazieren und Picknicken ist es ein sehr schöner Ort. Am See kann man auch schön sitzen und diverse Enten und Gänse füttern.
Opa und Leo auf Minisafari

Opa und Leo auf Minisafari

Leo mit einem nicht so hübschen Exemplar

Leo mit einem nicht so hübschen Exemplar

Leo mit etwas langsamen Exemplaren

Leo mit etwas langsamen Exemplaren

Zudem waren Oma Angelika und Hermann im Rahmen der Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus im Apartheid Museum und auf dem Carlton Center. Vom Carlton Center im CBD hat man eine super Aussicht über die Stadt. Wie in vielen Großstädten ist es auch hier toll die Stadt in ihrer Weite von oben zu sehen. Für das Apartheidsmuseum muss man sich etwa 2 Stunden Zeit nehmen. Dafür wird man sehr umfangreich und interessant gestaltet über diese Zeit informiert.
Jozi vom Carlton Center

Jozi vom Carlton Center

Zum Ende des Aufenthalts wurde dann zunächst Leo krank und einige Tage später dann auch Lotta. Leider musste Vera mit Lotta am Karfreitag in die Notaufnahme ins Morningside-Krankenhaus. Unsere eigentliche Kinderärztin aus dem Krankenhaus, wo Lotta geboren wurde, war leider im Urlaub. Nach einigen Stunden in der Notaufnahme und einer Fehldiagnose, kam zum Glück schließlich eine Sanitäterin, die Lotta’s Lungenentzündung erkannte und sie im Krankenwagen in “unser” Krankenhaus fuhr. Dort angekommen kümmerte sich der Vertretungsarzt unserer Kinderärztin um Lotta. Die genaue Diagnose war RSV. Leider mussten wir daher eine Woche bleiben. Aber schon nach wenigen Tagen kam eine andere Mütter aus Leo’s Playschool mit ihrem kranken Baby. Da war dann auch klar, woher wir den Virus hatten. Lotta hat sich aber recht schnell erholt. Dennoch entschied sich Oma Angelika dazu, sich gleich noch einmal in den Flieger zu setzen und uns daheim zu helfen. So konnte Oma Johannesburg noch etwas mehr entdecken und sich zudem mit einem Vorrat an typisch südafrikanischen ShweShwe Stoffen eindecken.
Oma mit Leo im Johannesburger Zoo

Oma mit Leo im Johannesburger Zoo