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Lottas Ankunft in Johannesburg

Wie die meisten von Euch bereits wissen ist unsere kleine Lotta Maria am 2. März 2015 um 3:10 Uhr morgens geboren worden. Mit 48cm Länge und 2.570g Gewicht ein eher zierliches Mädchen. Gestern haben wir sie wiegen lassen und da brachte sie bei 51cm bereits 3.130g auf die Waage.

Am Sonntag morgen (01. März 2015) waren wir noch mit Leo im Central Business District unterwegs und haben The Sheds @ 1Fox besucht, ein Markt von dem wir hier auch schon mal berichtet haben. Neben verschiedenen Essensständen kann man hier auch ein paar Dinge kaufen. Zudem hat JoburgPlaces hier einen Stand, an dem man sich über die Walking Tours informieren und Bücher über Johannesburg kaufen kann. Wir haben vor allem lecker gegessen.





Am Nachmittag und Abend haben wir noch ganz in Ruhe mit Freunden und Familie telefoniert. Anzeichen gab es hier noch immer keine. Erst ab halb elf abends machte sich Lotta langsam bemerkbar. Aber da dachten wir noch, dass wir die Nacht daheim verbringen können. Einen Notfallplan gab es nicht, da wir davon ausgegangen sind, dass sich Lotta Zeit lässt bis Oma und Opa da sind. Als es sich dann allerdings zeigte, dass Lotta nicht bis zum nächsten Tag warten würde, haben wir die Taschen gepackt, Leo angezogen und sind gegen ein Uhr morgens ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen, durfte Christian Leo zum Glück in unserem Zimmer auf Station zum Schlafen legen, während ich mich schon mal auf den Weg in den Kreißsaal begeben habe. Ich konnte nicht mal mehr persönlich zur Anmeldung. Dann ging alles recht schnell und Lotta war etwas später schon da.



Im Gegensatz zu Deutschland gibt es hier im Krankenhaus nur Belegärzte. Das heißt, dass mein Arzt mit wehenden Fahnen angefahren kommen musste. Er hat es nicht mal mehr geschafft sich sein „Kreißsaal-Outfit“ anzuziehen. Im Krankenhaus haben die Hebammen Schichtdienst wie in Deutschland. Man kann sich auch eine Beleghebamme suchen, aber das habe ich nicht gemacht. Die Hebamme, die Dienst hatte, war leider komplett nutzlos und ich hatte das Gefühl, dass ich ihr sagen musste, was wann zu tun ist. Dazu muss man sagen, dass ich zu den ca. 20% weißer Frauen gehöre die überhaupt natürlich gebähren und nicht zum terminierten Kaiserschnitt ins Krankenhaus gehen. Vielleicht war sie überfordert. 

Wir sind dann noch eine Nacht im Krankenhaus geblieben und am Dienstag nach Hause. Das Krankenhaus muss man sagen, ist sehr gut ausgestattet und die Wochenstation sowieso. Wir hatten auch hier ein Familienzimmer inkl. Vollpension für Christian, Leo und mich.