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Südafrikanischer Wein 

Zumindest einer von uns kann momentan eine ganz besondere Seite von Südafrika kennenlernen und genießen. Christian probiert sich fleißig (also noch im Rahmen) durch die Vielfalt an südafrikanischen Weinen. Davon gibt es eine ganze Menge und vor allem hier zu guten Preisen. 
 
Für alle die es nicht schaffen sich durch die Liste südafrikanischer Weine vor Ort zu probieren während sie uns besuchen, denen die Auswahl im Supermarkt nicht ausreicht oder die sich kulinarisch auf einen Besuch bei uns vorbereiten wollen, denen sei geholfen: 
In Voerde findet 14. März 2015 einen Tag vor der Düsseldorfer Messe „Pro Wein“ das „Südafrika Weinfestival“ statt. Gleichzeitig kann man sich Reisetipps abholen. Die Veranstaltung findet von 11-19 Uhr statt. 
 
Übrigens könnten mit dem Wein, den Südafrikaner im Jahr durchschnittlich trinken, 141 olympische Schwimmbäder gefüllt werden: dies entspricht 353.487.655 Litern. 
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SOWETO – eine moderne Stadt hautnah

Über die Einwohnerzahl Johannesburgs lässt sich anscheinen streiten. Zwischen 4 Mio. und 11 Mio. Einwohner leben hier, heißt es. Wahrscheinlich sind es eher um die 4 Mio. Davon leben allein 2 Mio. in SOWETO auf einem 16-tel der Fläche vom Großraum Johannesburg. Aber das heißt nicht, dass die Menschen hier gedrungen leben. Es gibt recht viel Platz und einiges an Grünflächen. Man sieht alles von Fastfood-Ketten, dem lokalen Bauhaus, netten Restaurants und Cafés bis hin zu Villen, aber natürlich auch Wellblechhütten. Sogar 2 Golfplätze gibt es hier.

Viele der Einwohner SOWETOs  bleiben Ihrer Heimat treu. Die „Black Diamonds“, so werden die Schwarzen genannt, die es in die Mittelschicht geschafft haben, bauen sich dort größere Häuser und Villen und bleiben so nah an Ihren Freunden und Familien. Nicht selten sieht man hier auch teure Autos herum fahren. Dennoch sind etwa 40% der Erwachsenen arbeitslos, wobei jeder trotzdem eine Funktion in der Gemeinschaft übernimmt. Die Kinder gehen fast ausnahmslos in die Schule. Auch eine Universität gibt es hier, an der immerhin 15.000 Studenten studieren. Zudem befindet sich hier das größte Krankenhaus der südlichen Hemisphäre mit z.B. 20.000 Geburten im Jahr. Die Ärzte sind sehr gut und die Ausstattung wohl besser als man vermutet, allerdings mangelt es an der Kapazität. Man bräuchte hier eher 3 dieser Krankenhäuser.

Entstanden ist SOWETO zur Zeit des Goldabbaus. Nachdem 1886 eine der größten Goldadern der Welt hier entdeckt wurde, lebten die Mienenarbeiter zunächst in zentraleren Bereichen der Stadt Johannesburg. Als allerdings 1904 die Pest ausbrach, haben die Weißen sehr schnell dafür gesorgt, dass die Schwarzen aus Ihrer Nähe entfernt wurden. Und so entstanden die Townships.

Um SOWETO kennenzulernen haben wir bei Karsten, einem ausgewanderten Deutschen, eine Privattour gebucht. Dies ist vor allem empfehlenswert, wenn man wie wir kleine Kinder hat und generell, weil man einfach viel mehr sieht, spontane Stops machen kann, und die Tour viel individueller gestaltet werden kann. Etwas wollen wir natürlich von der Tour berichten. Da wir aber kein Buch schreiben wollen und ihr die Tour unbedingt selber machen solltet, wenn ihr kommt, folgen nun kurze Beschreibungen der einzelnen Stops unserer Tour.

Stop 1: Soccer City
Das FNB Stadion, eines der größten Stadien weltweit mit einer Kapazität von 94.700 Besuchern, ist einem traditionellem Tonkrug nachempfunden, in dem man das lokale selbst gebraute Bier „Umquombothi“ gereicht bekommt. Die Sonnensegel symbolisieren daher auch den Schaum des Bieres, was besonders bei abendlicher Beleuchtung sichtbar wird. Dieses Stadion dürfte noch von der WM 2010 bekannt sein, denn hier gewann Spanien das Endspiel. Während viele der Stadien Südafrikas nicht wirklich genutzt werden, brummt es in diesem Stadion 4-5 Mal im Monat. Zu sehen sind Rugby- und Fußballspiele, große Kirchenveranstaltungen und einiges mehr.
Der Ort des Stadions ist ebenfalls interessant. Im alten, wesentlich kleineren Stadion, hat Mandela hier kurz nach seiner Freilassung die schwarze Bevölkerung eben nicht wie von vielen erwartet zu den Waffen gerufen, sondern sich für den Frieden ausgesprochen.

Soccer City: Das 6. größte Stadium der Welt

Soccer City: Das 6. größte Stadium der Welt

Stop 2: Die Orlandotower
Einst wurde an dieser Stelle Strom für den reichen Norden produziert. Heute hat man es hier eher auf die „Adrenalin-Produktion“ abgesehen. Denn zwischen den beiden Kühltürmen ist ein Steg von dem aus man einen Bungee-Sprung in die Tiefe wagen kann. In einem der Türme wird es allerdings noch aufregender! Hier kann man einen 70m hohen komplett freien Fall in ein Netz Wagen. Angeblich der höchste weltweit. Wem danach nicht schlecht ist, der kann unterhalb der Türme in einer der coolsten Bars Johannesburgs, dem Chaf Pozi, essen, trinken und tanzen. Auch hier hat übrigens die FNB etwas Geld gesponsert und den Anstrich der Tower finanziert.

Leo erkundigt die Umgebung der Orlandotower

Leo erkundigt die Umgebung der Orlandotower

Stop 3: Die Vilakazi-Street
Diese Strasse ist wohl eine der berühmtesten Straßen Johannesburgs. Nicht zuletzt haben hier zwei Friedensnobelpreisträger gelebt. Während das Tutu-Haus noch von Desmond Tutus Familie bewohnt wird, der mittlerweile in Kapstadt lebt, ist das Mandela-Haus als Museum umgebaut und für Touristen offen. Hierher ist Mandela auch zunächst nach seiner Freilassung zurückgekehrt.
Auf der Straße herrscht normalerweise sehr reges Treiben. Es gibt viele Strassenstände, Künstler aber auch sehr gute Restaurants und Cafés. Im Sakhumzi bekommt man, so heißt es, das beste authentisch afrikanische Essen der Stadt.

Das Mandela House auf der Vilakazi Street

Das Mandela House auf der Vilakazi Street

Stop 4: Hector Pieterson Memorial
Am Hector Pieterson Memorial wird an den Aufstand der Schüler SOWETOs gegen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache vom 16. Juni 1976 erinnert, der für viele dieser Schüler tödlich endete. Über die Zahl der Toten wird spekuliert – zwischen 100 und 800 sollen es gewesen sein. Von einem Fotografen festgehalten wurde das Bild vom sterbenden 13-jährigem Hector Pieterson, dem wohl berühmtesten Opfer des Aufstands. Auf dem Bild zu sehen ist seine Schwester Antoinette „Tiny“ und der 18-jährige Mbuyisa Makhubo, der versuchte Hector zu retten. Nach diesem Foto wurde er nie wieder lebendig gesehen. Tiny hingegen arbeitet noch heute in der Gedenkstätte ihres Bruders und man kann somit einen lebenden Zeitzeugen treffen.

Leo vorm berühmten Foto von Hector Pieterson

Leo vorm berühmten Foto von Hector Pieterson

Stop 5: Besuch einer Familie
Zu guter letzt haben wir eine Community in SOWETO besucht. Eine kleine, sehr saubere Ansammlung von Wellblechhütten mit einem steinernen Wohnhaus in der Mitte. Es gibt eine Toilette mit fließend Wasser, die sich alle teilen. Strom gibt es auch. Hier leben einige Familien mit ihren Kindern. Wir besuchen diese, um Ihnen einige Süßigkeiten, Getränke, Spielsachen und Kleidung zu bringen. Die ca. 20 Kinder haben sich entsprechend sehr gefreut uns zu sehen und Leo gleich in Ihre Arme geschlossen. Zu Bewundern ist der Zusammenhalt und das Miteinander dieser kleinen Gemeinde. So gab es um die unterschiedlichen Spielsachen und Mitbringsel zumindest vor uns keinen Streit. Als Gegenleistung haben die Kinder für uns die Nationalhymne gesungen.

Leo und seine neuen kleinen Freunde in SOWETO

Leo und seine neuen kleinen Freunde in SOWETO

Man sollte SOWETO gesehen und erlebt haben. Für uns war es sicher nicht der letzte Ausflug hierher, dafür gibt es zu viel zu sehen und zu erleben. Und es ist vor allem sicherer als sein Ruf – es ist kein Ghetto, es ist eine moderne Stadt. Natürlich muss man auch hier aufpassen! Aber wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt und alle Menschen, die wir getroffen haben, waren sehr sehr freundlich.

Karsten bietet auch neben der Einführungstour, die wir gemacht haben, weitere Touren, wie z.B. eine Kneipen- oder Kirchentour an. Man kann aber auch mit ihm eine Runde Golf spielen gehen oder den Bungee Sprung wagen. Auch Spezialwünsche kann man äußern. Wenn ihr uns also besuchen kommt, seid ihr bei ihm in besten Händen, um SOWETO zu erkunden. Gerne stellen wir den Kontakt her oder organisieren Euch eine Tour.

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Rhino and Lion Natural Reserve – Die Minisafari außerhalb von Johannesburg

Johannesburg hat als Stadt eine Menge zu bieten, aber man muss auch nicht weit fahren um in der tollen Natur Südafrikas inklusive seiner Wildtiere zu landen. Überall im Land gibt es neben den großen Nationalparks kleine private Reservate, die sich dadurch finanzieren, dass sie ihre Tore für Touristen öffnen – teilweise auch mit Übernachtungsmöglichkeiten. So haben wir hier auch schon einmal über den Lion Park berichtet. Der Rhino and Lion Park in der Nähe der „Wiege der Menschheit“ hat uns allerdings noch viel besser gefallen.

Etwa 45 Minuten von daheim entfernt liegt dieser Park. Der Park nennt sich auch „The Nearest Faraway Place“. Recht haben sie. Auf etwa 1200 Hektar Land tummeln sich ca. 650 Wildtiere, darunter braune und weiße Löwen, Flusspferde, Wildhunde, Antilopen, Geparde und viele mehr. Aber auch Pumba (Warzenschwein) ist hier in recht häufig anzutreffen. Natürlich werden auf so „engem“ Raum, die Raubtiere nicht zu den restlichen Tieren gelassen. Diese befinden sich in separaten Gehegen. Ganz freien Lauf kann man der Natur hier natürlich nicht geben.

Am Eingang befindet sich das „Neck and Deck Cafe“ wo man Giraffen füttern kann. Für Leo ein absolutes Highlight. Am besten man macht hier eine Toilettenpause bevor die Fahrt holprig wird. Im Park selber gibt es ebenfalls ein Restaurant, die Möglichkeit zu Grillen, einen Kinderspielplatz und einen Pool. Außerdem kann man kleine Tierbabies in der „Animal Creche“ – Kinderkrippe für Tiere – beobachten und streicheln. Die Hippos und die Aufzuchtstation befinden sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Eingang. Hier findet man unter anderem weiße, bengalische und sibirische Tiger, sowie weiße Löwen. Man kann sich hier also bequem einen ganzen Tag aufhalten.

Wer sich hier noch länger aufhalten möchte, kann auch in einem der Chalets übernachten. Gefahren wird übrigens im eigenen Auto, einige Wege sind jedoch nur mit Allrad zu befahren. Alternativ stehen auch Game Drives zur Verfügung, wenn man lieber nicht selber fahren möchte.

Wir sind selber gefahren, und Leo durfte auf der Rückbank mit Papa bei langsamer Fahrt unangeschnallt sitzen und abwechselnd links und rechts aus dem Fenster gucken. Jedem Tier wurde fleißig zugewunken und bei Weiterfahrt „bye bye“ zugerufen. Auch im Busch muss man schließlich höflich sein 😄

Gerade für kleinere Kinder ist dies ein toller Ausflug. Man kann Pausen einlegen, muss nicht sehr lange Auto fahren und zu tun gibt es genug.

http://www.rhinolion.co.za

Leo auf der Suche nach Wildtieren

Leo auf der Suche nach Wildtieren

Familie Pumba

Familie Pumba

An der Futterstelle

An der Futterstelle

Ein Schattenplatz in der Mittagshitze

Ein Schattenplatz in der Mittagshitze

Einer der weißen Löwen

Einer der weißen Löwen

Mittagspause mit Blick auf die Giraffen

Mittagspause mit Blick auf die Giraffen

Giraffenfütterung am Neck and Deck Cafe

Giraffenfütterung am Neck and Deck Cafe

Die naheliegende Wondercave haben wir nicht besucht. Dies ist mit kleinen Kindern wohl eher nicht zu empfehlen. Sie ist 2200 Mio Jahre alt. Zu sehen gibt es Stalagmiten und Stalaktiten bis zu 15m Höhe und Felspools.

http://www.wondercave.co.za

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Immer Ärger mit den Handwerkern

Wer schon mal ein Haus gebaut oder größere Renovierungsarbeiten vorgenommen hat, weiß, dass nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt oder wie es geplant war. In Afrika ist dies gleich noch viel interessanter…

Von der Zuverlässigkeit möchten wir gar nicht erst anfangen. Wenn man die Zusage bekommt, dass der Dachdecker z.B. vor 9 kommt, kann das heißen, dass er um 9 da ist. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist es, dass er nicht vor Mittag kommt oder gar erst am nächsten Tag erscheint.

Wie die meisten von Euch wissen, sind wir in ein neues Haus eingezogen und man sollte meinen, dass man erstmal Ruhe hat mit Renovierung oder Schäden. Doch weit gefehlt. Eingezogen sind wir in der Trockenzeit und es dauerte eine Weile bis das erste richtige Gewitter kam. Als dieses kam wurde innerhalb kürzester Zeit sichtbar, dass unser Dach nicht ganz dicht war. In mehreren Zimmern lief das Wasser einfach so die Wand herunter. Die Dachrinnen liefen über und sorgten im Garten für riesige Krater. Es hat mittlerweile 4 Besuche des Dachdeckers gedauert bis das Dach endlich dicht war – so glauben wir zumindest. Darüber glücklich, haben wir mit weiteren Wasserschäden gar nicht mehr gerechnet, als beim letzten großen Gewitter sturmartige Böen hinzukamen. Diese haben den Starkregen so gegen die Fenster gedrückt, dass dort ebenfalls undichte Stellen sichtbar wurden. Auch das ist mittlerweile – angeblich – behoben.

Bei eben diesen Gewittern kam es auch bei uns im Garten zu flutartigen Überschwemmungen, die wiederum zu einer nassen Garage führten (diese liegt quasi im Keller). Also wurden neue Abflüsse verlegt. Die Rohre wurden aber nicht, wie es sich gehört and die Leitungen für Sturmwasser angeschlossen, sondern an das normale Abwasser – in Südafrika natürlich verboten. Also mussten die Leitungen hier neu verlegt werden. Der Installateur, der uns darüber aufgeklärt hat, hatte übrigens zuvor eine verstopfte Wasserleitung gereinigt und dabei ein Waschbecken inklusive Unterschrank von der Wand gerissen… Das hat Christian dann lieber selbst gedübelt!

Das wir häufiger kein Internet hatten, lag übrigens nicht an der Telkom, sondern daran, dass hier ständig Blitze in die oberirdisch verlegten Internetleitungen einschlagen. Als wir nun den bereits zweiten Router zurück gebracht hatten, konnten wir uns die Frage nicht verkneifen, ob sie uns einen Überspannungsschutz mitgeben wollen, damit wir nicht ständig einen neuen Router bräuchten. Die Antwort: „Wieso? Sie haben doch noch eine ganze Weile Garantie…“. So kann man es natürlich auch sehen.

Weitere Highlights:

  • Undichte Duschkabinen und Duschköpfe, die so installiert sind, dass sie über Veras Kopf hinaus gegen die undichte Duschwand spritzen
  • ein elektrischer Zaun, der von der Mauer gefallen ist
  • ein Vordach, dass seinen Zweck so gut erfüllte, dass es im Haus zur Überschwemmung kam, mittlerweile wurde ein Dach provisorisch zusammen gezimmert
  • Rollos, die von der Wand fallen (mit Dübeln haben es die Südafrikaner anscheinend nicht so, meistens sind es die falschen oder zu kleine Dübel)
  • und wenn schon die Handwerker ihren Job mal machen, tritt unser Nachbar die Hydraulik unseres Einfahrtstores kaputt, weil er beim Load Shedding sein doch so tolles Auto nicht in Sicherheit parken konnte. Stattdessen hatten wir dann 5 Tage kein funktionierendes Tor, was wohl das größere Sicherheitsrisiko war

Wer jetzt aber denkt, wir wohnen in einer Bruchbude, der brauch sich keine Sorgen machen. Unser Haus ist absolut bewohnbar und schön. 😄

Aber wenn man schon mal die Handwerker im Haus hat, darf man nicht genau hinschauen. Dachdecker klettern barfuß und ungesichert übers Dach, eine Leiter, die nicht lang genug ist, wird kurzerhand in einem Auto abgestellt (bei dem die Handbremse kaputt ist) und generell hat man das Gefühl, dass Arbeitssicherheit nicht ganz so eng gesehen wird. Hier ein paar Eindrücke…

Kurzerhand wird die Leiter im Auto abgestellt (bei defekter Handbremse)

Kurzerhand wird die Leiter im Auto abgestellt (bei defekter Handbremse)

Die Jungs für Alles beim Abdichten der Fenster

Die Jungs für Alles beim Abdichten der Fenster

Der Elektriker auf einer defekten Leiter

Der Elektriker auf einer defekten Leiter

Die Telkom-Jungs beim Installieren der Internetleitung

Die Telkom-Jungs beim Installieren der Internetleitung

Die Dachdecker beim Reinigen der Dachrinnen

Die Dachdecker beim Reinigen der Dachrinnen

Und übrigens geht es nicht nur uns so. Bei unseren Nachbarn wurde kürzlich vom Vermieter ein Solarpanel für Warmwasserbereitung unter einem riesigen Baum auf dem Dach installiert. Wie effektiv das funktioniert, kann sich jeder vorstellen.

That’s Africa – but we already love it 😉

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Getting familiar with Joburgs inner city

Nachdem wir nun rund ums und im Haus das meiste erledigt haben, wollen wir die Wochenenden vermehrt nutzen um unsere nun nicht mehr ganz so neue Heimat kennenzulernen. Was die zentralen Stadtbezirke angeht haben wir bisher noch so gut wie gar nichts gesehen. Also was eignet sich besser, als sich in einen der roten Doppeldeckerbusse zu setzen und die Stadt wie ein richtiger Tourist zu erleben, um einen ersten Überblick zu bekommen. Dies haben wir am vorletzten Wochenende getan. Mit Leo saßen wir oben in der ersten Reihe und hatten eine prima Aussicht. Der Bus fährt aber nicht nur durch die Innenstadt sondern auch nach Gold Reef City (Freizeitpark), dem Apartheid Museum und einigen anderen Stationen. Die Fahrt ohne Aussteigen dauert 2 Stunden. Aber es lohnt sich einige der Stationen direkt zu besuchen und einen Tagesausflug daraus zu machen.

http://www.citysightseeing.co.za/joburg.php

Leo fand die Tour so spektakulär, dass er nach der Hälfte eingeschlafen ist

Leo fand die Tour so spektakulär, dass er nach der Hälfte eingeschlafen ist

Am letzten Wochenende haben wir uns dann auf eigene Faust in den CBD (Central Business District) vorgewagt, um den „Market on Main“ in Maboneng zu besuchen. Märkte wie dieser haben sich in den letzten Jahren entwickelt. Das Konzept ist häufig ähnlich. In einer coolen Location (alte Fabrikhallen etc.) werden verschiedene Stände aufgebaut, von Essen über Schmuck, Kunst und anderen Dingen. Im Arts in Main gibt es sogar eine Mikrobrauerei (Jozis First Inner City Microbrewery), wo Christian gleich ein Bier mit Ingwer und Rooibos probiert hat. Lecker! Und Leo wollte auch gleich seine Finger rein stecken und probieren.

Häufig gibt es auch Live-Musik. Man sitzt eher spartanisch als auf gemütlichen Lounge-Möbeln und isst von Papptellern. Aber die Atmosphäre ist immer gut und häufig ist auch eine Menge los. Vor allem, weil auch für die Sicherheit immer gesorgt ist und wenn man nicht allzu spät kommt, kann man auch in der Nähe parken. Auch hier sorgen Parkwächter für Ordnung und Sicherheit – gegen ein Trinkgeld natürlich.
Durch diese Märkte schaffen sich diejenigen Stadtbezirke wieder Publikumsverkehr, die sonst eher gemieden werden und polieren somit ihr Image auf.

http://marketonmain.co.za

Der Eingang zum "Arts on Main"

Der Eingang zum „Arts on Main“

Leckeres Bier...

Leckeres Bier…

...und leckeres Essen

…und leckeres Essen

Am Donnerstag hat Vera mit einigen anderen deutschen Mädels ebenfalls einen abendlichen Ausflug in die Innenstadt geplant. Ziel war einer der Märkte. Allerdings hatten sich die Besucher an dem Abend trotz Livemusik recht früh auf den Heimweg gemacht, so dass nicht viel los war. Stattdessen sind sie in Maboneng in der Bar „Pata Pata“ gelandet. Ein sehr schöner Abend.

http://www.1fox.co.za